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Hab keine Angst, zu versagen!

Ja, es ist in Ordnung zu scheitern, um ein besserer Fotograf zu werden. In der Tat musst du scheitern, auf die Schnauze fallen, wenn du deine Fähigkeiten verbessern möchtest!

Ja, richtig gelesen: Hab keine Angst, zu versagen!

Ja, es ist in Ordnung, zu scheitern, um ein besserer Fotograf zu werden. In der Tat musst du scheitern, auf die Schnauze fallen, wenn du deine Fähigkeiten verbessern möchtest!

Denk darüber nach – die Lektionen, die sich im Allgemeinen als beständig erweisen, sind die Lektionen, die aus unseren größten Fehlern resultieren.

Immer mal wieder senden mir Fotografie-Einsteiger und -Anfänger Fragen, in denen ich zum Beispiel nach perfekten Einstellungen gefragt werde. Welche Einstellung verwende ich wofür? Welches Objektiv soll ich dafür verwenden? Ist das richtig?

Hör auf, Angst zu haben, Dinge auszuprobieren! Experimentiere! Die Welt wird nicht untergehen, wenn du ein Bild vermasselst. Und das Beste daran ist, dass du bei Digitalaufnahmen nach jedem Foto erforderliche Anpassungen vornehmen und eine weitere Aufnahme machen kannst. Geil, oder?

Ich habe festgestellt, dass diese Angst vor Fehlern im Allgemeinen aus zwei Gründen besteht:

Nummer 1: In der Schule wird uns beigebracht, dass alles richtig oder falsch beantwortet wird. Wenn du die Regeln befolgst, bekommst du eine gute Note. Eine gute Note ist richtig, und es ist gut, richtig zu sein. Richtig? Letztendlich macht uns diese “Richtig oder Falsch-Mentalität” jedoch nur zu armen Lernenden. Denn warum sollten wir uns überhaupt die Mühe machen, es zu versuchen, wenn es nicht “richtig” ist?

Nummer 2: Und hoffentlich bist du keiner davon – ich treffe viele junge Fotografen, die einfach zu faul sind, Fotografieren zu üben. Aber wir üben doch, um zu lernen. Stattdessen nehmen viele ihre Kamera nur dann in die Hand, wenn ihnen die Fotos gerade sehr wichtig sind oder – noch schlimmer – wenn jemand sie bezahlt.

Fotografie ist ein kreatives Handwerk. Es gibt keine Garantien, es gibt kein Richtig oder Falsch, und die einzigen Regeln, die tatsächlich sinnvoll sind, sind die Regeln der Physik.

Regeln unterdrücken die Kreativität. Faulheit verhindert Kreativität.

Du glaubst mir nicht? Macht nix. Aber was ist mit Einstein? Albert Einstein war vielleicht am bekanntesten für seine Relativitätstheorie und seine Entdeckungen in der Physik, aber er schätzte auch die Kreativität sehr und verstand deren Wert in fast jeder Lebenssituation.

Ich habe mal 10 Lektionen aufgelistet, die jeder Fotograf aus Einsteins Schriften lernen kann. Diese Lektionen gelten nicht nur für dein Streben nach Wissen als Fotograf, sondern auch für deine Entwicklung als kreativer Mensch und erfolgreicher Geschäftsmann, falls du diesen Weg gehen möchtest. Hier sind Einsteins Gedanken über…

Storytelling ist in der Fotografie übrigens auch ein geniales Stilmittel und Werkzeug.

  1. Neugier: “Ich habe kein besonderes Talent. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig.”
  2. Fehler: “Eine Person, die nie einen Fehler gemacht hat, hat nie etwas Neues ausprobiert.”
  3. Vorstellungskraft: “Vorstellungskraft ist alles. Es ist die Vorschau auf die kommenden Attraktionen des Lebens. Fantasie ist wichtiger als Wissen.”
  4. Beharrlichkeit: “Es ist nicht so, dass ich so schlau bin. Ich bleibe nur länger geduldig bei Problemen.”
  5. Fokus: “Jeder Mann, der sicher Autofahren kann, während er ein hübsches Mädchen küsst, schenkt dem Kuss einfach nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient.”
  6. Spontanität: “Ich denke nie an die Zukunft – sie kommt früh genug.”
  7. Wert: “Strebe nicht danach, Erfolg zu haben, sondern von Wert zu sein.”
  8. Dummheit: “Wahnsinn ist, immer wieder dasselbe tun und andere Ergebnisse zu erwarten.”
  9. Wissen: “Information ist kein Wissen. Die einzige Wissensquelle ist Erfahrung.”
  10. Regeln: “Du musst die Regeln des Spiels lernen. Und dann musst du besser spielen als jeder Andere.”

Ziemlich weise Ratschläge, würde ich sagen.

Du kannst natürlich auch grundsätzlich versuchen, dein Leben zu ändern.

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Nun, es wäre ein bisschen heuchlerisch von mir, dir nur die Thesen von Einstein an die Hand zu geben und dir zu versprechen, dass sie auch alle funktionieren, ohne sie selbst ausprobiert zu haben. Also: Märchenstunde!

Als ich vor über 40 Jahren angefangen habe, zu “fotografieren”, hatten Kameras keinen Autofokus. Es gab keine Zoom-Objektive und wir mussten mit Film fotografieren. Ich habe jeden Tag mit meiner Kamera geübt, um erstmal die Basics beherrschen zu lernen. Blende, Verschlusszeit, ASA.

Mit Mitte 20 wurde ich von einer lokalen Werbeagentur kontaktiert, die fragte, ob ich großformatige Transparentfolien aufnehmen könne. 4 × 5-Blatt-FILM – ja, FILM. Der Kunde war eine Firma, die Spielautomaten herstellte, und die Bilder würden in Zeitschriften und in der Ladenwerbung verwendet.

Das erste Problem war, dass ich noch nie eine Großformatkamera gesehen, geschweige denn verwendet hatte, und das zweite war, dass ich keine besaß. Nun war dies dummerweise auch noch vor dem Internet und Kameraverleihern. Also habe ich zugesagt (was sonst?), bin am nächsten Tag in einen Bus gestiegen und bin 2 Stunden von Frechen nach Düsseldorf gefahren. Ich habe eine 4 × 5-Kamera, Objektive, Kabelauslöser, Stativ, Filmhalter, Polaroidrücken und jede Menge 4 × 5-Blatt Film. Ich habe auch ein Buch über 4 × 5-Kameras gekauft. Ich bin ja nicht blöd. ;-)

An diesem Abend kam ich irgendwann nach Hause und las das Buch. Am nächsten Tag habe ich den ganzen Tag mit der Kamera Polaroids geschossen und zwei Tage später habe ich mit dem Kunden und zwei Vertretern der Werbeagentur in meinem Studio der Garage eines Kumpels mein erstes Bild mit einer 4 × 5-Kamera aufgenommen.

Einige Wochen nach der Aufnahme des Spielautomaten erhielt ich von der Agentur einen weiteren Auftrag, Porzellan und Glas für ein Handwerkerzentrum aufzunehmen. Ich hatte noch nie Porzellan oder Glas fotografiert. Ich habe drei Tage mit 35mm-Schwarz-Weiß-Film geübt. Als der Tag des “Shootings” kam, brauchte ich 6 Stunden, um eine einzige Aufnahme in den Kasten zu bekommen, damit es nicht zu Blendungen oder Reflexionen kam und fotografierte sie dann auf einem 4 × 5-Blatt-Film.

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Die Moral zu meiner Geschichte hier ist, dass ich jung und dumm war, aber abgesehen davon glaubte ich an meine Fähigkeit, Probleme zu lösen. Ich habe mir nie Sorgen gemacht, dass ich versagen könnte. Scheitern ist immer eine Chance und eine neue Möglichkeit. Ich nutzte die Gelegenheit, recherchierte, nahm mir Zeit zum Üben, perfektionierte meine Fähigkeiten und machte mich einfach daran.

Also, worauf wartest Du? Hör auf, so viele Fragen zu stellen. Hör auf, Angst zu haben, ein Foto oder ein Shooting zu versemmeln.

Ein guter Weg ist auch, Einzigartigkeit in deiner Fotografie zu schaffen.

Wie bei allem anderen im Leben muss man harte Arbeit leisten, Fehler machen, aus diesen Fehlern lernen und dann neue und aufregende Fehler finden, die man machen kann. Dein nächstes Foto könnte eine totale Katastrophe sein.

Schöne Grüße von der dunklen Seite der Macht. (Wir haben übrigens Kekse!)

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