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Die Magie hinter “unfotogen”

Je öfter du also in den Spiegel schaust, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du Fotos von dir selbst mögen wirst - und es hat nichts damit zu tun, dass du überhaupt nicht fotogen bist.

Meine persönliche Arbeits- und Betrachtungsweise

Nachdem mein Artikel “Ich bin total unfotogen” mittlerweile ein paar tausend Mal gelesen wurde und sich offensichtlich 98% der (weiblichen) Bevölkerung tatsächlich unfotogen fühlen, sehe ich mich quasi gezwungen, eine Fortsetzung des Artikels zu verfassen. ;-)

A picture is a secret about a secret, the more it tells you the less you know.

Diane Arbus

So schreibe ich also hier einen Beitrag für Menschen, die sich selbst als “unfotogen” bezeichnen und vor allem unfotogen fühlen.

Unfotogen gibt’s nicht.

Ich habe bereits gesagt, dass es so etwas wie unfotogen nicht gibt – jeder kann Bilder von sich selbst bekommen, die er lieben wird, und vieles, wie man auf einem Foto aussieht, hängt davon ab, wer die Kamera hält und und vor allem: wie er mit Menschen umgehen kann!

Allerdings ist es eigentlich gar nicht ungewhönlich, sich auf Fotos nicht zu mögen, und wenn man sich vor der Kamera nicht wohl fühlt, wird das auch leicht auf ein Foto übertragen. Das Ergebnis wird in 99% aller Fälle ein eher suboptimales Porträt von einem selbst sein. Es ist aber nicht unbedingt ein echtes Porträt, es ist nicht authentisch. Warum? Zum Beispiel, weil man sich beim Fotografen schlimmer fühlt, als bei einem Zahnarzt-Besuch. Auch das liegt in allererster Linie am Fotografen und seiner Art, seinem Können, mit Menschen umzugehen, sie zu motivieren und zu coachen.

Was sind deine Erwartungen…

…wenn du ein Bild von dir selbst gegen die Realität betrachtest? Wenn du kamerascheu bist – was auch immer die Ursache dafür sein mag – wirst du wahrscheinlich nicht:

  1. viele Fotos von dir selbst haben,
  2. dir oft Fotos von dir selbst ansehen

Warum solltest du auch, wenn du dich auf Fotos nicht magst?

Die einzige Version von “Foto von dir”, mit der du vertraut bist, ist dein Spiegelbild.

Quelle: Das Leben

Je weniger Fotos du von dir selbst siehst, desto mehr wird dein Spiegelbild dein einziges Bild von dir. Blöd ist aber – und das realisieren die wenigsten Menschen, wenn sie nicht darüber nachdenken: Du siehst dich im Spiegel eben nicht so, wie dich dein Gegenüber im echten Leben sieht, sondern eben spiegelverkehrt. Na? Macht’s Klick im Kopf? Stimmt, oder? Ätsch.

Je öfter du also in den Spiegel schaust, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du Fotos von dir selbst mögen wirst – und es hat nichts damit zu tun, dass du überhaupt nicht fotogen bist.

Wiederhole es zehn Mal: Es hat NICHTS damit zu tun, dass du überhaupt nicht fotogen bist. GAR NICHTS.

Das Problem ist, dass kein Gesicht symmetrisch ist. Nochmal: Dein Spiegelbild sieht anders aus, als alle anderen dich sehen. Aber dein Spiegelbild ist genau das Bild von dir, das sich am tiefsten in deinem Gehirn verankert hat. (<- Psychologie! Geil, oder?) Du siehst also ein Foto und alle anderen sehen gut aus, aber du siehst irgendwie “falsch” aus. Egal, ob es dir vielleicht nicht angenehm war, fotografiert zu werden – du siehst eine Version von dir, die einfach nicht vertraut aussieht. Es ist nicht unbedingt besser oder schlechter, es ist nur, dass es sich nicht mit dem “Du” in deinem Kopf verbindet. Das an sich kann dir mit einem Foto von dir selbst unangenehm sein.

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“Natürlich” sieht mal gar nicht so untoll aus, oder?

“Unsymmetrie” kann verstärkt werden, wenn du z. B. einen asymmetrischen Haarschnitt hast oder ein bestimmtes Merkmal (von einer Tätowierung bis zu einem Muttermal), das auf der “falschen” Seite erscheint, wo du gewöhnt ist, es im Spiegel zu sehen. Die meisten Menschen jedoch, die es hassen, fotografiert zu werden (selbst wenn alle anderen ihnen sagen, dass sie auf einem Foto fantastisch aussehen) sind oft mehr abgelenkt von der Tatsache, dass das Bild nicht die vertraute Version von ihnen ist. Klingt logisch, oder?

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Spiegelbild vs. Realität

Dieses Phänomen bezeichnet man auch als “Expositionseffekt“. Der Expositionseffekt (auch “Bloßer Belichtungseffekt”) ist ein psychologischer Begriff, der besagt, dass Menschen Dinge bevorzugen, die ihnen vertraut sind.

Beim Foto geht es darum, wie Menschen Fotos von sich selbst bevorzugen, die gespiegelt werden, um ein Spiegelbild zu zeigen, während ihre Freunde/Partner das Foto in seiner Originalversion bevorzugen – jede Person bevorzugt das Bild, das ihnen am vertrautesten ist. (Hatte ich schon erwähnt, oder? ;-))

Die Antwort ist kann aber so einfach sein und vor allem nützlich gegen die Schüchternheit vor der Kamera: Es geht darum, dich auf Fotos an dich zu gewöhnen, damit du dir selbst vertrauter wirst. So kannst und wirst du das Gefühl beseitigen, dass du auf Fotos seltsam anders aussiehst.

Übrigens: Wenn du ein Selfie machst, und ich weiß, dass das wahrscheinlich eher selten ist, zeigt dir dein Handy oft ein Spiegelbild auf dem Bildschirm, aber das Foto, wenn es gespeichert wird, wird zurückgespiegelt. Wenn du also jemals verwirrt warst und du dachtest, du siehst auf dem Bildschirm besser aus als auf dem Foto, könnte genau das der Grund sein!

Vielleicht versuchst du für den Anfang mal. ein paar Fotos von dir selbst zu machen (oder jemand anderen dazu zu bringen) und sie in ein umgekehrtes Bild umzuwandeln. Schau, was du bevorzugst.

Unser wichtigstes Motto bei unseren Fotoshootings heißt: 10% Technik, 90% Psychologie. Das liegt zum Einen bei mir an der psychologischen Vorbildung und dem Know-how in NLP, zum Anderen an über 30 Jahren Erfahrung im täglichen Umgang mit Kunden, die vor allem anderen erstmal Eines sind: Menschen wie du und ich.

Buche dein Fotoshooting bei uns, und probier es aus!

Wie immer: Danke für’s Lesen.

Dein

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PS: Den “ersten Teil” oder eine andere Version dieses Artikels findest du hier.

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