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Wann bist du bereit, für deine Fotografie Geld zu verlangen?

Wann ist es wirklich sinnvoll, für deine Fotografie Geld zu verlangen? Wann bist du soweit? Warum überhaupt?

Wann sollte ich anfangen, für meine Fotografie Geld zu verlangen?

oder: es gibt keine dummen Fragen

Also… Wann solltest du anfangen, für deine Fotografie Geld zu verlangen? Die Frage kann ich dir in vier einfachen Worten beantworten: Wenn du bereit bist!

Aber was heißt das? “Wenn du bereit bist”?

Seien wir ehrlich – wir alle kennen den “Fotografen”, der gerade vor drei Monaten beim Medien-Supermarkt um die Ecke oder beim Schinetzen am großen Fluss seine Prosumer DSLR oder die Sony Playstation WYSIWYG Mirrorless whatever für sein hart erspartes Taschengeld erworben hat und weil er jetzt 50 Likes für jedes Bildchen kriegt, das er bei Instagram postet – hat er jetzt beschlossen, dass es Zeit ist, sich “Profi” zu nennen und für jeden Klick auf den Auslöser Kohle zu nehmen.

Aber wir haben auch schon den ängstlichen Fotografen erlebt, der wunderschöne Fotos macht, aber halt Angst hat, dass er oder sie nicht gut genug ist, weil er nur 50 Likes für jedes Foto bekommt, das er bei Instagram postet.

Ich habe gehört, dass sich Fotografen beschweren, dass aus Amateuren Profis werden, und sie machen deutlich, dass sie der Meinung sind, ein professioneller Fotograf zu sein, sollte dem Bildungsstand eines Gehirnchirurgen entsprechen. Sie denken, dass sie, weil sie zwei Workshops besucht und viel Geld ausgegeben haben, um ein Zertifikat zu bekommen, das sie jetzt als “Meisterfotograf” ausweist, sie jetzt das Gefühl haben müssen, dass niemand anderes das Recht hat, sich Fotograf zu nennen. Es sei denn, er ist bereit, genau den gleichen Weg zu gehen. Diese “Fotografen” sind einfach nur faul und möchten keine Konkurrenz. Aber zum Glück ist Fotografie NICHT dasselbe wie eine Gehirnoperation.

Okay, ich könnte jetzt noch etliche andere Geschichten und Szenarien aufschreiben… aber welchen Nutzen und welche Weisheiten gewinnst du jetzt aus meiner Aussage “wenn du bereit bist”?

Die kurze und einfache Antwort zum Thema “Geld verdienen als Fotograf” ist, dass du das tust, was du tust – nach besten Kräften und so gut, wie du es kannst. Dann finde Leute, die dumm genug sind, dich dafür zu bezahlen. So haben unzählige kreative Menschen im Laufe der Geschichte Geld verdient. Das ist keine fotografische Sache. Bedenke aber auch, dass nicht jeder deine Arbeit mögen wird und du nichts dagegen tun kannst. Finde Menschen, die deine Fotos mögen.

Du bist bereit, bezahlt zu werden, wenn du jemanden findest, der einen ausreichenden Wert in deiner Arbeit sieht, um dich dafür zu bezahlen. Punkt. So werden manche Leute nach nur drei Monaten schon bezahlt – sie fanden die Leute, die dumm genug sind, sie zu bezahlen. Diese Fotografen sind oft besser im Marketing als im Fotografieren und wenn das der Fall ist – gut für sie. Wenn der Kunde zufrieden ist und bezahlt hat, ist es nicht Sache eines anderen Fotografen, dies zu beurteilen. Wer als Unternehmer nichts unternimmt, ist ein Unterlasser. Es kommt nicht darauf an, wie gut, wie bunt, wie groß, wie scharf deine Bilder sind. Es kommt nicht auf dein Equipment an, nicht auf die Megapixel oder die Marke deiner Kamera oder deiner Blitze. Entscheidend ist, dass du verkaufen lernst und deine Arbeiten an den Mann, die Frau oder Diverse bringst. Aber am allerwichtigsten ist, DICH verkaufen zu können!

Du bist bereit, für deine Arbeit bezahlt zu werden, wenn du den Mut hast, jemandem ins Gesicht zu sehen und ihm zu sagen, was es kostet. Erinnere dich an ein paar Lektionen, die dir deine Eltern schon beigebracht haben sollten….

Du bekommst nicht das, wonach du nicht fragst…

Und das Schlimmste, was man dir sagen kann, ist “nein”. Kein Fotograf bekommt jeden Job, für den er sich anbietet. Punkt.

Dein

Hochzeitsreportage

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