Verschwendest du dein Leben?

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“You’re not your job. You’re not how much money you have in the bank. You’re not the car you drive. You’re not the contents of your wallet. You’re not your fucking khakis.”

Eines meiner Lieblings-Zitate aus einem meiner Lieblings-Filme: Fight Club (David Fincher, 1999)

Verschwendest du dein Leben, wenn du ständig nur diesen materiellen Dingen hinterherjagst? Inmitten all der Dinge, die wir in unserem Leben für erstrebenswert halten, verliert man schnell den Überblick, was wirklich wichtig und erstrebenswert ist. Es ist gut, sich im Leben Ziele zu setzen. Man muss aber nicht um jeden Preis Alles erreichen. Warum?

Du bist nicht deine To-do-Liste

Lass dir nicht einreden, du müsstest irgendeinen verrückten Mist machen, damit dich jemand ernst nimmt, oder damit du wichtig bist. Es bringt dir auch nichts, einen Punkt nach dem anderen auf einer To-do-Liste abzuarbeiten, nur damit du ein Häkchen dran machen kannst, oder damit du auf der nächsten Party erzählen kannst, wie toll du bist und wie produktiv du warst.

Wir kaufen Dinge, wir feiern, wir springen aus Flugzeugen oder von Klippen, wir wechseln unseren Wohnort, unsere Jobs… aber nichts an uns selbst hat sich wirklich geändert, wenn wir das alles getan haben.

Ich behaupte nicht, du solltest keine To-do-Liste haben. Aber sei dir bewusst, dass du keine brauchst, um ein erfülltes Leben zu haben. Setz dich nicht unter Druck, nur weil du etwas getan haben musst. Wen kümmert’s? Dein Leben ist kein Nike-Slogan („Just do it!“)

Du kannst auch mit wenig leben und trotzdem glücklich sein. Mit dieser Erkenntnis kannst du Dinge einfach tun, weil du es möchtest, weil du es willst, und nicht, weil irgendwo irgendjemand schreibt: „10 Dinge, die du in deinem Leben erreicht haben musst“.

“Very little is needed to make a happy life; it is all within yourself, in your way of thinking.”
– Marcus Aurelius

Du bist nicht dein sozialer Status

Abitur, Studium, akademischer Grad, Berufsstand, Anzahl der Freunde und Follower… alles Faktoren, um uns selbst zu messen. Irgendwie müssen wir ja feststellen, wo wir in der Gesellschaft stehen.

Bist du ein Gewinner, oder ein Verlierer? Da ist es, worum es uns geht. Wir tun so vieles, um unseren Lebenslauf zu füllen und um unser Netzwerk zu vergrößern. Wir möchten sagen: „Ich war auf der XY-Universität“, oder „Ich habe für XY gearbeitet.“ Egal, wie auch immer dein sozialer Status ist, macht dich das zu einem besseren Menschen als alle anderen? Wir leben doch nicht mehr im 18. Jahrhundert. Keine Sau interessiert sich wirklich für deinen sozialen Status. Menschen interessieren sich für deinen Charakter und deine Eigenschaften.

“People who hold important positions in society are commonly labelled “somebodies,” and their inverse “nobodies” – both of which are, of course, nonsensical descriptors, for we are all, by necessity, individuals with distinct identities and comparable claims on existence.”
― Alain de Botton

Du bist nicht dein Kontostand

Geld ist geil. Lasst uns ehrlich sein, ohne Geld können wir nicht viel reißen im Leben. Wenn du aussteigen und als Selbstversorger im Wald oder in den Bergen leben willst, tu’s einfach. Niemand wird dich daran hindern. Aber wenn du ein Teil der Gesellschaft sein möchtest, brauchst du Geld, um zu überleben. Wie auch immer, wir geben Geld mehr Macht, als wir eigentlich sollten. Wir lassen zu, dass Geld unser Leben und unsere Entscheidungen beeinflusst, ja regiert. Und das ist einfach zuviel. In Wahrheit ist es doch so: Geld kommt und Geld geht. Ich habe in meinem Leben eine Menge Geld verdient und auch eine Menge verloren. So what? Geld ist eine Ware – lass es nicht dein Leben bestimmen.

“I have no money, no resources, no hopes. I am the happiest man alive.”
– Henry Miller

Hör auf, allem blind hinterher zu jagen

Wenn du dein Leben damit verbringst, Dinge zu jagen, von denen du glaubst, dass sie dich glücklich machen, ist dein Leben schneller vorbei, als du gucken kannst. Das Leben ist – im Gegensatz zu dem, was Viele denken – lang genug. Man muss es nur richtig leben. Wir müssen lernen, unsere Zeit zu nutzen und den Moment zu leben, wenn wir gut leben wollen.

Hast du jemals einen Tag erlebt, wo du das Gefühl hattest, dass Zeit nicht existiert? Wenn du total versunken in einem Moment bist, vergeht die Zeit richtig langsam. Es ist egal, was du tust. Wenn du es zu 100% tust und 100% bei der Sache bist, verschwendest du nicht dein Leben.

Andererseits hast du sicherlich auch schon mal gedacht: „Ich kann nicht glauben, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist.“ Oft denken wir das um den 31. Dezember eine Jahres, oder wenn wir Geburtstag haben. Nenne es Gegenwart, Fokus, Aufmerksamkeit, oder was wie auch immer du willst. Der Punkt ist: Du hast die Macht, die Zeit zu nutzen – also tu es!

Alles, was du tun musst, ist den Moment zu leben – frei von Sorge, Druck und Tagträumen. Wenn du das tust, ist das Leben lang, und die Zeit wird nicht mehr so schnell vergehen. Du verschwendest dein Leben nur, wenn du zu abgelenkt bist, es wirklich zu erleben.

Ich glaube fest daran, dass wir eigentlich alle wissen, dass wir nicht unendlich Zeit zur Verfügung haben. Wir wissen, dass Leben mehr bedeutet, als nur Geld zu verdienen, unsere Urlaubs-Fotos bei Facebook oder Instagram zu teilen, oder unseren Job zu machen. Es sind Dinge wie Liebe, Erfahrungen, Beziehungen, Freundschaften, zu teilen und sich um das zu kümmern, was uns am meisten wert ist. Wir wissen es doch alle, oder? Aber es ist nicht wichtig, was wir wissen. Wichtig ist, was wir tun.

“What you do speaks so loud that I cannot hear what you say.”
― Ralph Waldo Emerson

Arbeite an deinem Charakter, sei dir bewusst, dass dein Leben ein Geschenk ist, und genieße jeden Moment davon – egal, ob er gut oder nicht so gut ist.